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«Man kann nicht nicht kommunizieren.» Paul Watzlawick

Genau! Und die Visuelle Kommunikation kommuniziert dauernd.

Sie bezeichnet übrigens auch die inhaltsunabhängigen Aspekte einer Kommunikation auf visuellem Wege. Zum Beispiel die Gebärdensprache. Nicht, dass die Personen sich ohne Inhalte unterhalten würden, nein, damit sind die Sprachsignale, die mit Händen und anderen Körperteilen und Bewegungen gemacht werden, gemeint.

Wie in allen anderen Kommunikationsformen auch – Flaggensignale, Handzeichen (bsp. Notrufzeichen für Rettung), Bild- und Symbolkarten, Wanderkarten, Verkehrssignale, Icons, Piktogramme, etc. – unterliegen sie einem Konsens, einer Konventionalisierung, um die richtige Interpretation zu ermöglichen. Im Militär beispielsweise werden noch Flaggensignale verwendet – dumm nur, dass diese vom Gegner auch verstanden werden…

Bei der Konventionalisierung geht es darum, wie Sprache verstanden, interpretiert wird. Diesbezüglich bewegen wir uns dann sehr rasch im Bereich der verschiedenen Formen der Semantik – lexikalische Semantik, welche ein Teilbereich der Linguistik ist. Sie beschätigt sich mit der Bedeutung der einzelnen lexikalischen Elemente wie Wörter, Morpheme, Lexeme etc. Hier wird es dann schon mal recht komplex und äusserst wissenschaftlich. Schlussendlich aber, möge jegliche Kommunikationsform von möglichst allen Empfängern oder Empfängergruppen, im Sinne des Senders richtig gedeutet und interpretiert werden. Eine ganz schön schwierige Aufgabe, zumal es so viele unterschiedliche Länder auf dieser Welt gibt (194 Staaten), die alle unterschiedliche kulturelle Hintergründe haben und damit die Bedeutungen von Kommunikation nicht einheitlich interpretiert werden.

Oder warum ist ein schlechter Börsengang in Shanghai im Gange, wenn alle Titel auf grün stehen?

Ähnlich wie bei der vokalen Kommunikation lassen sich bei der visuellen Kommunikation, neben dem formalen Inhalt, auch persönliche Gefühle und veränderte Bedeutungen (wie z. B. Ironie etwa durch begleitende Mimik oder besonders «betonte» Ausführung von Gebärden) übertragen. Also bei Ironie und Witz wie auch Spott und mehr «veränderten» Bedeutungen wird die visuelle Kommunikation, glaube ich, ganz schön schwierig.

Witziges, Ironisches treffend und gekonnt dargestellt aus dem Nebelspalter hier zu sehen.

Übrigens: Es gibt auch Visuelle Kommunikation in der Politik, Kunst, Pädagogik, Mode, Architektur… und viel mehr… doch davon später.

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